Polo
Polo ist der wahrscheinlich älteste Mannschaftssport der Welt. Die Ursprünge des Polospieles lassen sich bis etwa 700 v. Chr. nach Persien zurückverfolgen. Die Tibeter, die das Spiel aus China übernahmen, gaben ihm den Namen „pulu“ (Ball). In Indien lernten Soldaten der britische Kolonialtruppen Polo als Freizeitbeschäftigung und ideales Trainingsspiel für ihre Pferde kennen und lieben. Von hier verbreitete es sich bald über die ganze Welt. Hochburgen des Polos sind heute neben England, den USA und Südafrika vor allem Argentinien, welches seit vielen Jahren die besten Spieler der Welt stellt.
In Deutschland wurde Polo zum ersten mal 1896 in Hamburg gespielt. Bis zum zweiten Weltkrieg wurde der Sport immer populärer und zwischen 1900 und 1936 war Polo mehrmals olympische Disziplin. Bei der Olympiade 1936 auf dem Maifeld in Berlin hatte Polo mehr Zuschauer als alle anderen Sportarten. Danach wurde der Sport in Deutschland als „nicht-arisch“ verboten…
Heute gibt es in Deutschland wieder mehr als 20 Poloclubs mit ca. 400 aktiven Spielern. 2008 fand erstmalig die Polo-Europameisterschaft in Deutschland statt
Polo zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass man es nicht alleine sondern in einem Team spielt. Das bedeutet, es geht um ein Miteinander zwischen Pferd und Reiter, aber auch um ein Miteinander in einer Mannschaft. Rücksicht, Fairness, sportliche Disziplin und Geschicklichkeit sind die Säulen dieses Sportes.
Beim klassischen Rasenpolo spielen zwei Teams à 4 Spieler gegeneinander auf einem ca. 270 x 180 m großem Spielfeld auf zwei Tore. Nach jedem Spielabschnitt von 7 1/2 Minuten Dauer („Chukker“) müssen die Pferde zu deren Schonung gewechselt werden. Ein Spiel besteht – je nach Spielklasse – aus vier bis 8 Spielabschnitten.
